|
Seine Affinität mit der italienischen Landschaft hat Elmar Gille mit der Faszination für die Wirkung des Lichtes und dem Verrinnen der Jahreszeiten verbunden. Den Faktor Zeit als allesumfassendes Lebensprinzip hat er unter anderem in einem Blick von einer Laube aus eingefangen.
Obwohl die philosophische Annäherung an das Phänomen Zeit nicht zwingend anwesend ist, kann auch nicht von einem willkürlichen Faktum gesprochen werden. Andererseits hütet sich Gille davor, komplexe Themen zu erklären oder zu analysieren. Er beschränkt sich auf Impressionen, Momentaufnahmen und Möglichkeiten. Er bietet eine Suggestion an, einen Handgriff oder einen Clou.
Alle Unternehmungen, Experimente und neue Wendungen sind Schritte auf einem Lernweg. Das Leben ist für Elmar Gille ein unaufhörlicher Lernprozess. So hat die Vorliebe für Italien direkt mit dem mediterranen Licht zu tun. Die Elemente fungieren als Katalysator für seine Phantasie.
Das südliche Temperament und die buchstäbliche Leichtigkeit des Seins faszinieren den Künstler, der die düstere, schwermütige Landschaft und die bedrohliche Umgebung in einer Periode seines Lebens kennenlernte, in der er am empfänglichsten für äußere Einflüsse war: in der Kindheit.
Viele der Gemälde entstanden und entstehen in den langen Phasen, die Gille in seinem Atelier in Scorgiano in der Toskana verbringt.